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Schädel verschiedener Menschenformen
Fossile Schädel von Homo Sapiens, Homo Floresiensis, Neandertaler und Homo Heidelbergensis (v.l.). Die wissenschaftliche Einordnung dieser Funde kann von Forscher zu Forscher sehr unterschiedlich ausfallen. Foto: Ramuck, Antropus Magazin

Was sie beim Lesen beachten sollten

Wenn sie das Antropus-Magazin lesen, werden sie in unseren Artikeln immer wieder auf widersprüchliche Angaben stoßen.

Mal entstand der moderne Mensch in Afrika, mal entwickelte er sich auf mehreren Kontinenten. Mal ist der gleiche Fund ein Homo Ergaster, mal ein Homo Erectus. Mal steht da "Es war so und so" und im nächsten Artikel heißt es plötzlich "Es könnte aber auch so gewesen sein".

Unterschiedliche Standpunkte

Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Unterschiedliche Forschergruppen vertreten unterschiedliche Standpunkte. Je nach Theorie und "Schule" ändern sich Bezeichnungen und Zusammenhänge. Und wenn wir, die Mitarbeiter des Antropus Magazins, Artikel schreiben, halten wir uns weitestgehend an die Original-Angaben des jeweiligen Forscher-Teams - auch wenn wir manchmal anderer Ansicht sind. Warum? Weil wir das müssen. Weil sonst die Argumentation der jeweiligen Forschergruppe in sich nicht schlüssig wäre.

Altersangaben und Zeitspannen

Die Altersangaben für Fossilien weichen manchmal stark voneinander ab. Das liegt daran, dass viele Funde nur indirekt datiert werden konnten. Und solche Datierungen gestalten sich oft schwierig. Daher gibt es für ein- und denselben Fund manchmal stark unterschiedliche Altersangaben. Wenn sie außerdem lesen, dass eine Art "von ... bis" gelebt hat, dann basiert diese Altersangabe auf den derzeit bekannten Fossilien, entdeckten Werkzeugartefakten und genetischen Studien. Diese Zeitangaben können sich mit jedem neuen Fund ändern.

Gehirn-Größe

Die Größe des Gehirns ist in der Paläanthropologie ein wichtiger Faktor. Allerdings ist Gehirn nicht gleich Gehirn. Die Größe schwankt auch innerhalb einer Art. Beim modernen Menschen zum Beispiel reicht die Bandbreite von 1200 bis 1600 ccm. Der Durchschnitt liegt bei 1350 ccm. Wenn Sie bei uns lesen, dass das Gehirnvolumen eines Australopithecus 500 ccm betrug und das eines Neandertalers 1450 ccm, dann sind das ebenfalls Durchschnittswerte.

Schädel-Rekonstruktionen

Im Antropus Magazin finden Sie diverse Fotos von Schädelrekonstruktionen. Ob unsere Vorfahren tatsächlich so ausgesehen haben, weiß man nicht. Denn von den meisten Hominiden hat man nur ein paar Schädelfragmente und Zähne gefunden. Rekonstruktionen sind immer subjektiv gefärbt, unterliegen dem jeweiligen Zeitgeist und beinhalten stets ein gewisses Maß an künstlerischer Freiheit.

Paläanthropologie oder Paläoanthropologie?

Die Erforschung des menschlichen Stammbaums ist ein weites Feld. Und es gibt mehrere unterschiedliche Bezeichnungen für diesen Wissenschaftsbereich. Das Antropus-Magazin hat sich für "Paläanthropologie" entschieden, eine moderne Version von Paläoanthropologie.


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