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Es ist, als ob man einen Mord gesteht

Charles Darwin
Charles Darwin als junger Mann.
Foto: Public Domain

Eins vorweg: Charles Darwin war nicht der erste und nicht der einzige, dem Mitte des 19. Jahrhunderts bewusst wurde, dass so etwas wie Evolution stattfindet. Forscher wie Lamarck und Wallace hatten ähnliche Ideen.

Doch Darwin war es, der mit seinem Buch "Über die Entstehung der Arten" eine Lawine auslöste, unter der das tausend Jahre alte Weltbild des Mittelalters begraben wurde.

Wie alles begann - Expedition mit der Beagle

Im Jahr 1831 nahm Charles Darwin als junger Wissenschaftler an einer Expedition auf dem Forschungsschiff "Beagle" teil. Diese Reise dauerte fünf Jahre und führte ihn u.a. auf die Galapagos-Inseln. Und die Beobachtungen, die er dort machte und dokumentierte, bildeten später das Fundament seiner Evolutions-Theorie. Darwinfinken
Die berühmten Darwinfinken mit ihren unterschiedlichen Schnäbeln.
Foto: Public Domain

Die Evolution
verändert Lebewesen

Darwin entdeckte auf vier verschiedenen Inseln Schildkröten, die zweifelsfrei zur gleichen Art gehörten, aber ganz unterschiedliche Panzer besaßen. Ähnliches beobachtete er bei den Schnäbeln von Finken und Drosseln. Daraus schloss er, dass Lebewesen einer Art, wenn sie voneinander isoliert leben und anderen Lebensbedingungen ausgesetzt sind, abweichende anatomische Merkmale entwickeln.

Der gemeinsame Urahn

Als Darwin nach England zurückkehrte, hatte er das Grundgerüst seiner Evolutions-Theorie bereits im Kopf. Danach waren alle Lebewesen auf der Erde miteinander verwandt. Alle stammten von einem gemeinsamen Urahn ab. Die verschiedenen Arten hatten sich entwickelt, weil jedes Individuum spezielle Eigenschaften besitzt, die es von seinen Artgenossen unterscheidet. Und je nachdem, welche Umweltbedingungen gerade herrschen, setzen sich jene Individuen durch, deren Eigenschaften am besten für diese Umwelt geeignet sind.

Survival of the fittest

Darwin nannte es "Survival of the fittest" - das Überleben des am besten angepassten. Heute nennt man es Selektion. Die Natur sortiert gnadenlos aus. Lebewesen, die schlecht an ihre Umwelt angepasst sind, haben weniger Nachkommen und sterben aus. Andere, die besser angepasst sind, vermehren sich und verdrängen ihre schlechter angepassten Artgenossen. Entfernen sich solche Variationen immer weiter von der Ursprungsart, entstehen neue Arten.

Evolutionstheorie in der Schublade

Darwin schrieb seine Theorie auf - und verstaute sie dann in seinem Schreibtisch. Zu gewagt erschienen ihm die eigenen Ideen. Zu gewagt für eine Gesellschaft des 19. Jahrhunderts, die fest an die biblische Schöpfung glaubte. Darwin fürchtete Hohn, Spott und Anfeindungen. Also behielt er die Evolutions-Theorie erst einmal für sich. Stattdessen veröffentlichte er mehrere wissenschaftliche Arbeiten über Korallenriffe und Krebse, die sehr positiv aufgenommen wurden und ihn als Wissenschaftler etablierten.
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