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Irrte Darwin? Sind die Arten unveränderlich?

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George W. Bush outete sich als Kreationist. Er sprach sich dafür aus, die Lehren des Intelligent Design in den Biologie-Unterricht aufzunehmen. Foto: US Staatsarchiv

Der Streit ist so alt wie die Evolutiontheorie. Wenn das Leben durch Zufall entstanden ist und sich alle Lebensformen durch Mutation und Selektion entwickelt haben ... was ist dann mit Gott?

Für viele gläubige Christen ist die Evolutionstheorie schwer verdauliche Kost. Dass der Mensch, der laut Bibel nach Gottes Ebenbild erschaffen wurde, nur ein Produkt zufälliger Mutationen und natürlicher Auslese sein soll, ist nicht leicht zu akzeptieren. Denn dabei stellt sich ihnen die Frage: Welche Rolle hat Gott dabei gespielt?

Kirchen und Evolutionstheorie

Die großen christlichen Kirchen haben sich inzwischen, so scheint es, mit der Evolutionstheorie arrangiert. Sie sehen keinen grundsätzlichen Widerspruch zwischen den Mechanismen der Evolution und Gott. Sie akzeptieren, dass Evolution stattfindet, dass sich Lebewesen verändern und dass dadurch neue Arten entstehen. Alles ist Gottes Werk. Auch die Evolution. Der Schöpfungsbericht, wie er in der Bibel steht, ist als symbolische Darstellung der Menschwerdung zu verstehen.

Zweifel an Darwins Ideen

Doch es gibt religiöse Gruppen, die dieser Auslegung nicht folgen wollen. Sie lehnen die Evolutionstheorie rundweg ab und verweisen auf die Bibel. Und durch geschickte Öffentlichkeitsarbeit (Stichwort: Kreationismus-Debatte) ist es ihnen gelungen, bei vielen Menschen Zweifel an der Evolutionstheorie zu wecken. Umfragen zeigen, dass derzeit wieder 20 Prozent aller Deutschen an Darwin zweifeln. In den USA sind es sogar 40 Prozent. Schöpfung in der Bibel
Viele Kreationisten nehmen den biblischen Schöpfungsbericht wörtlich.
Foto: Mark Pellegrini, CC-Lizenz

Bibel-Kreationismus

Heute gibt es zwei Formen von Kreationismus. Der eine kommt aus der religiös-fundamentalistischen Ecke und pocht auf der wortwörtlichen Auslegung der Bibel. Alles soll sich genau so abgespielt haben, wie es in der Bibel steht: Gott erschuf das Universum, die Erde, den Menschen, alle Tiere und Pflanzen in 6 Tagen. Und zwar vor genau 6000 Jahren. Die Arten, wie Gott sie erschuf, sind unveränderlich.

Intelligent Design

Einen anderen Ansatz verfolgt das Intelligent Design. Dabei handelt es sich um einen modernen Ableger des Kreationismus. Seine Anhänger akzeptieren zwar einige Mechanismen der Evolution (z.B. dass sich Lebewesen durch Mutation und Selektion verändern), bestreiten jedoch vehement, dass dadurch neue Arten entstehen können. Und ihre wichtigste These lautet: Das Leben ist viel zu komplex, als dass es zufällig enstanden sein könnte. Ein "Intelligenter Designer" muss es erschaffen haben.

Zwei Masken - das gleiche Gesicht

Doch egal ob Bibel-Kreationismus oder Intelligent Design, die elementaren Thesen sind stets die gleichen:
  • Gott hat die Welt und alle Lebewesen erschaffen.
  • Die Arten sind unveränderlich.
  • Neue Arten können nicht entstehen.
  • Der Mensch war immer ein Mensch. Er hat sich nicht aus anderen Arten entwickelt.
Mit anderen Worten: Darwins Evolutions-Theorie ist Unsinn.
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