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Homo Sapiens als früher Schmied


Der Homo Sapiens nutzte die Hitze des Feuers, um damit Steinwerkzeuge zu bearbeiten. Foto: Wikimedia, Public Domain, Animation: Ramuck / Antropus Magazin

Kyle Brown und ein Forscherteam der Universität Kapstadt haben in einer südafrikanischen Höhle Steinwerkzeuge entdeckt, die bereits vor 72.000 Jahren mit Feuer bearbeitet wurden.

In der südafrikanischen Höhle Pinnacle Point sind mit Feuer bearbeitete Werkzeugartefakte aufgetaucht, die belegen, dass sich der moderne Menschen schon sehr früh als "Stein-Schmied" betätigte. Bislang ging man davon aus, dass sich diese Technik erst vor 30.000 Jahren in Europa entwickelte.

Silikat mit Feuer bearbeitet

Die gefundenen Werkzeuge bestehen aus Silikat, das im Feuer erhitzt und danach in mehreren komplexen Stufen verarbeitet wurde. In ihrer Studie, die im Wissenschaftsmagazin "Science" veröffentlicht wurde, machen die südafrikanischen Forscher deutlich, dass es sich dabei um eine sehr hoch entwickelte Technik handelt. Sie gehen daher davon aus, dass die Ursprünge dieser Feuernutzung noch deutlich älter sind. Möglicherweise entstand sie bereits vor 160.000 Jahren.

Höher entwickelte Kulturstufe

Die Pinnacle-Point-Höhle in Südafrika hat sich in den letzten Jahren als wichtiger Fundort für die Erforschung des modernen Menschen Homo Sapiens erwiesen. Man hat dort festgestellt, dass der moderne Mensch schon vor 90.000 Jahren einfachen Schmuck produzierte, Meeresfrüchte aß und sich als "Schmied" betätigte - alles Techniken, von denen man dachte, dass sie deutlich jünger sind.

Heimat der ersten Auswanderer?

Die Forscher ziehen deshalb weitreichende Schlüsse. Sie vermuten, dass der bei Pinnacle Point lebende Homo Sapiens vor 100.000 Jahren einen entscheidenden Schritt nach vorn machte, indem er neue Techniken und Fähigkeiten entwickelte. Möglicherweise, so Kyle und seine Kollegen, handelte es sich bei den Bewohnern von Pinnacle-Point um Vorfahren jener Menschen, die vor 40.000 Jahren Afrika verließen und Europa besiedelten.


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